Aus dem Tagebuch des Magiers Armanth DeLinth,
Spektabilität des Metamagischen Institutes der praktischen Magie zu Armida,
Baron von Armida, Held der Ogerschlacht,
Reichsberater auf Lebenszeit:
11. TRA.1019 BF
Haben 2 Tage von Amarash nach Birchaluk benötigt –
deutlich schneller als gedacht. Nach unseren letzten Informationen
sollte sich das von uns gesuchte Mausoleum des Magiermoguls
Schamscherib kurz südlich dieses Ortes sein.
Auf unser Nachfragen ernteten wir nur Schulterzucken und vage
Vermutungen. Das Beste was zu holen war, waren die Erzählungen
des hiesigen Haimamud über mehrere Grabbauten der Magiermoguln
die sich alle auf dem Stammesgebiet der Beni Arrath.
Und natürlich lagen diese zur Zeit mal wieder in Fehde mit
ihren Nachbarn! Was ist das nur mit diesen
Wüstensöhnen? Liegt es an der Sonne, der Einsamkeit
oder der Inzucht in diesen ausgedörrten Gegenden das sie
ständig mit irgendjemand streiten müssen?
Hilfreicherweise konnte uns der Haimamud den ein oder anderen Tipp
geben, mit welchen Gegenständen als Gastgeschenke wir den
jüngst zu Ehren gekommenen Sheik Omar Ibn Dawhud al Gossara
freundlich stimmen könnten.
Wenn wir es geschickt anstellten, könnten uns die Beni Arrath
vielleicht sogar direkt zum richtigen Grabmal führen
– jedoch sollten wir unsere Hoffnungen nicht zu hoch
schrauben. Sehen es die hiesigen Novadi doch nicht gerne, wenn jemand
die Mausoleen der Moguln öffnet – zuviel unheimliche
Dinge seien da schon heraus gekommen.
Naja – wenn man das Grab eines mächtigen Magus zu
plündern gedenkt, sollte man wohl schon mit der einen oder
anderen Überraschung rechnen.
Interessant war auch eine Geschichte des Haimamud in der von einem
roten Auge die Rede war. Das rote Auge Al’ Mandrasch! Es
bringe dem Träger zwar Wissen – verweigere ihm
jedoch die Weisheit da es aus dem Blute der erschlagenen Feinde bestehe!
Torben musste sich einige bedeutungsvolle Blicke seitens unserer
Gefährten gefallen lassen – in anbetracht seines in
letzter Zeit immer wieder durchbrechenden Wahns kein Wunder
möchte’ ich meinen.
12. TRA.1019 BF
Nachdem wir unsere Vorräte aufgestockt und einige Geschenke
– ein junges Kamel, 3 Khunchomer, div. Bahnen bunte Stoffe,
Süßigkeiten usw. – erworben hatten, zogen
wir los. Wir vertrauten uns wiederum der Führung Firunjas an.
Diese schien wie so oft als einzige in der Lage zu sein aus den wirren,
sich gegenseitig übertönenden Erklärungen
der Dörfler eine einigermaßen brauchbare
Wegbeschreibung heraus zu hören.
Tatsächlich konnten wir nach knapp einem halben Tag ein
kleines Zeltdorf vor uns erspähen. Einige Schafe und Ziegen,
ein paar Kamele und einige Pferde zeugten nicht gerade von
überschäumendem Reichtum in diesem etwa 50 Seelen
zählenden Stamm!
Bald waren wir erspäht und sofort warf sich die gesamte
Streitmacht dieses tapferen Volkes auf ihre Pferde und stürmte
Lanzenschwingend und martialisch schreiend auf uns zu.
Wären wir nicht vorgewarnt worden, und hätten Torben
und ich solcherlei nicht schon selbst erlebt – man
hätte tatsächlich denken können, diese
johlende Kriegerhorde – die ganze Altersstrucktur vom gerade
flaumbedeckten Jüngling bis zum Greis – wolle uns
wirklich an den Kragen!
Leomar und Thallian wurden sichtlich nervös und spielten mit
den Griffen ihrer Waffen – doch hielten sie ebenso wie wir
anderen mit stoischer Mine stand.
Mit aller verfügbaren Grandezza stürmten die tapferen
Novadisöhne auf uns zu und zügelten erst eine
Pferdelänge vor uns ihre Tiere. Wahrscheinlich wäre
das ganze wesentlich beeindruckender gewesen, wenn wir uns nicht
ausgerechnet den Kamm eines Höhenzuges ausgesucht
hätten, um auf dieses Empfangskomitee zu warten.
Als sie so vor uns standen und uns musterten konnte ich deutlich sehen
wie sehr unsere beiden Kriegshandwerker von diesen tapferen
Stammeskriegern enttäuscht waren! Kaum einer der ein
nennenswertes Rüstungsteil trug. Die Bewaffnung bestand
hauptsächlich aus den selbstgefertigten Lanzen und den
traditionellen Waqifs.
Jetzt war ich gespannt! Als wahre Rastullahgläubige war ihnen
ja das Gespräch mit uns ungläubigen Giaurs verboten!
Schon setzte ein etwa dreißig Winter zählender Mann
mit zierlich gestutztem Bart und farbigem Umhang zu sprechen an
– da schien ihm einzufallen, dass es unter seiner
Würde war, mit uns zu reden. Stattdessen befahl er seinem
Nachbarn die Verhandlungen zu führen.
Dieser schien davon überhaupt nicht begeistert. Da wir in
einer Reihe standen und keiner Anstalten machte das Wort zu ergreifen,
wusste er wohl nicht so recht wen er als Anführer unseres
Trupps anzusehen hatte – und wendete sich volkstypisch an den
Ältesten mit der prächtigsten Rüstung!
Thallian schien sich mit seinem plötzlich verabreichten Status
als Führer und Sprecher nicht so recht wohl zu fühlen
– jedenfalls schickte er mir einige hilfesuchende Blicke.
Auch ging das Ganze etwas holprig von statten – mussten die
beiden sich doch Firunja als Dolmetscher bedienen. Wobei diese
äußerst geschickt und diplomatisch ihre Aufgabe
erledigte! Das Verhandeln und Vermitteln liegt ihr halt doch im Blut.
Sie gäbe eine prächtige Diplomatin für das
Königreich ab! Viel zu schnell ließ Thallian von
Firunja und Salix – die beide von den Beni Arrath vollkommen
ignoriert wurden, eine wohl weil sie klar als Frau zu erkennen, der
andere wohl weil er das Kamel führte und daher nur ein Diener
sein konnte – das Kamel mit den Geschenken
überreichen.
Als der novadische Verhandlungsführer bei einer ersten
Inspektion die 3 Khunchomer fand, war der Fall klar. Fluchs hatte sich
der Scheik den am reichsten verzierten umgeschnallt und strahlte voll
Stolz und Freude über das ganze Gesicht.
Das Eis war gebrochen und wir wurden als Gäste in das Dorf
geladen.
Dort wendete ich mich direkt an den Scheik und erklärte ihm
den Grund für unser Hiersein. Gar nicht gefallen wollte mir.
was dieser mir zu erzählen wusste.
Ja, sie wüssten wo sich das Grabmal des Schamscherib befand
– hatten sie doch erst vor wenigen Tagen einen Fremdling mit
seinen Leuten dort hin geführt!
Es handelte sich um Horatio di Bravaldi – den horasischen
Forscher und Plünderer! Wenn dieser nur halb so übel
war wie uns Hilbert von Puspereiken vor kurzem auf Maraskan
erzählte, so hatten wir einige interessante Tage vor uns. Er
würde sich wohl kaum bereit finden, seine Funde und
Erkenntnisse mit uns zu teilen.
Sheik Omar Ibn Dawhud al Gossara machte deutlich, das er uns zwar gerne
zum Grab führen würde – er jedoch unter
keinen Umständen einen Streit zwischen uns und di Bravaldi
dulden würde.
Wir verbrachten einen geselligen Abend mit diesen etwas rauen
Söhnen Rastullahs. Sie sind zwar schnell beleidigt,
aufbrausend und Fremden gegenüber misstrauisch –
jedoch sehr herzlich und freigiebig wenn sie einen als Gast an ihr
Feuer geladen haben!
12. TRA.1019 BF
Sheik Omar Ibn Dawhud al Gossara stellte uns am nächsten
Morgen einen Führer und nach einem Ritt von 6 Stunden konnte
uns dieser vom Kamm eines Höhenzuges die Grabstätte
Schamscherib’s zeigen. Seinen Auftrag als erledigt ansehend,
wendete er und sprengte davon.
Schnell zogen wir uns hinter die Kimm des Hügels
zurück und beobachteten das Ganze aus der Ferne. Firunja und
Salix übernahmen es, das Lager di Bravaldi’s genauer
zu betrachten und die Grabstätte zu umschleichen.
Kurz vor Dämmerung entschloss ich mich, mir selbst einen
Überblick zu verschaffen. Kurz entschlossen entledigte ich
mich meiner Kleidung, ohne dabei die verwunderten und irritierten
Blicke meiner Gefährten zu achten, verwandelte mich mittels
des ADLERSCHWINGE – Cantus in einen Raben und flog los.
Ah! Das tat gut! Zu lange – viel zu lange hatte ich dieses
überwältigende Gefühl der Freiheit und
Ungebundenheit nicht genossen. Ich konnte es mir nicht verkneifen
einige Spiralen und Salti zu fliegen. Das Gefühl des freien
Windes im Gefieder. Das Brausen des Luftstromes unter meinen
Flügeln – einfach fantastisch! Oh BORon –
sollte ich je auf diesem Plane wiedergeboren werden – so
lasse es bitte ein Vogel sein!
Es kostete mich fas zwei ganze Minuten bis ich mich wieder soweit im
Griff hatte, dass ich dem eigentlichen Zweck meiner Formwandlung
nachgehen konnte!
Meiner Gestalt entsprechend, näherte ich mich im erratischen
Zickzack meinem Ziel.
Horatio di Bravaldi hatte seine Arbeiter nicht auf der faulen Haut
liegen lassen! Sie hatten eine alte Erdzikkurat, eine Stufenpyramide,
schon mehrere Schritt tief freigelegt. Sie war mit ihren Seiten akkurat
nach den vier Himmelsrichtungen ausgerichtet und – soweit
meine bescheidenen Kenntnisse reichen – in hervorragendem
Zustand.
Ich besah mir die Grabungsstätte aus allen Winkeln.
Eben wollte ich mich wieder entfernen, da die Dämmerung
hereinzubrechen schien – als plötzlich an der
Nordseite großes Geschrei anhob.
Unauffällig in einem Gebüsch sitzend konnte ich
beobachten, dass mitten in der Nordseite an der untersten ausgegrabenen
Stufe einige Steine nach innen gefallen waren – ganz
offensichtlich ein Zugang!
Eben waren die Arbeiter noch aufgeregt unter den anfeuernden Rufen di
Bravaldi’s dabei den Zugang zu erweitern – da
ertönte genauso aufgeregtes Geschrei auch aus dem Osten der
Stufenpyramide! Auch dort war ein Zugang entdeckt worden!
Folgerichtig ließ di Bravaldi auch an der Süd- und
Westseite suchen – auch dort wurde im geometrischen
Mittelpunkt der Stufe je ein Zugang entdeckt und freigelegt!
Da es jetzt zu dunkeln begann, zog ich mich wieder zu meinen
Gefährten zurück. Di Bravaldi ließ die
Grabungen für heute beenden und schickte die Arbeiter in ihre
bewachte Zeltstadt zurück. Man konnte bis zu uns sehen, wie
aufgeregt er war und dass er sichtlich liebend gerne sofort in das
Grabmal eingedrungen wäre – doch schien er sich der
Gefährlichkeit solch alter Kultstätten bewusst und
wollte sie im vollen Tageslicht angehen.
Wie Salix und Firunja herausgefunden hatten, bewachten ca. ein Dutzend
Söldner der „Thaluser Löwen“ das
Lager. So wenige konnten nicht die ganze Nacht volle Präsenz
zeigen – also war wohl mehr mit 3 – 4 Wachen
für das gesamte Lager zu rechnen.
Schnell besprachen wir uns und kamen zu dem Schluss dass heute Nacht
wohl unsere einzige Chance darstellte vor Horatio di Bravaldi in die
Grabkammer vorzudringen.
Wir umrundeten die Zikkurat bis wir die dem Lager
gegenüberliegende Südseite erreicht hatten, banden
unsere Tiere an und schlichen uns näher an das Grabmal.
PHEx schien mit uns. Zwar war es eine relativ klare Nacht, jedoch stand
das Madamal am Anfang seiner Rundung und tief am Horizont, so konnten
wir relativ gefahrlos bis auf hundert Schritt an unser Ziel
heranschleichen. Nachdem wir die Doppelwache auf ihrem Rundgang zweimal
vorbeikommen sahen, wussten wir auch wie lange sie für eine
Umrundung der Pyramide brauchten und wie groß unser
Zeitfenster war, ungesehen den südlichen Eingang zu erreichen.
PHEx war wahrlich mit uns! Wir erreichten ungeschoren den Eingang.
Schnell schuf Torben ein stationäres Feld der Dunkelheit
– nun konnten wir Licht machen ohne befürchten zu
müssen von draußen gesehen zu werden.
Mittels Torbens Laterne und meiner Stabfackel fanden wir uns schnell
zurecht und folgten zügig, jedoch mit aller zu Gebote
stehenden Vorsicht dem vor uns liegenden Gang. Dieser senkte sich nach
einigen Schritten ab und führte in die Tiefe. Im Lichte
konnten wir erkennen, dass der Boden von Tausenden – ja
Millionen schwarzer Körper bedeckt war! Es handelte sich um
die Überreste längst verstorbener Skorpione! Der
Anblick schien insbesondere Thallian und Salix nicht gerade
fröhlich zu stimmen. Ob sie daran dachten was passiert
wäre wenn sich in dieser unübersehbaren Menge an
Leibern noch Leben befunden hätte?
Dem Gang folgend kamen wir an einen weitren Knick sodass der
fortlaufende Gang wieder in die Wagrechte zum Mittelpunkt des
Mausoleums führte.
Der vorangehende Thallian berichtete, dass der Gang hier wohl zuende
sei und sich seltsame Symbole an den Wänden befanden.
Torben eilte vor und konnte diese Symbole bald als sehr alte Varianten
der Zauberglyphen identifizieren. Es waren Glyphen der Elementaren
Attraktion. Und zwar wurde hier das Element Luft angesprochen
– was verwirrend war – weitere Glyphen bewirkten
eine Reverslisierung! Da Thallian und Torben da unten jedoch
– wenn auch unter erheblichsten Schwierigkeiten –
atmen konnten, konnte es sich nicht einfach darum handeln dass durch
diese Zeichen die Luft nach draußen gedrückt werden
sollte. Auch wir auf der Treppe hatten Schwierigkeit genügend
Luft zu bekommen. Torben meinte, dass diese deutlich magischen Zeichen
am einfachsten auszuschalten seien, in dem man sie zerstörte.
Dies konnte nicht mittels MAGICA DESTRUCTIVA erfolgen – der
Aufwand an Kraft und Zeit hätte jedes vernünftige
Maß überschritten. Es war wohl einfacher sie mittels
roher Gewalt zu beschädigen.
Da sich keiner in den Gang wagen wollte aus Angst zu ersticken kam ich
auf den Gedanken ich könnte ja versuchen mittels eines Steines
aus meiner Schleuder die Symbole zu beschädigen.
Gesagt getan! Die Schleuder fest in der Rechten Schritt ich die Treppe
vollends hinunter um als erstes die Glyphe an der Rückwand des
toten Ganges zu beschießen.
Oh weh! Irgendetwas muss meinen Geist umnebelt haben! Ohne jede
Vorsicht walten zu lassen, trat ich ans Ende der Stufen, hob meine
Rechte – und hörte ein scharfes Zischen! Wie ein
glühender Finger zog sich blitzschnell ein Flammenband von
meiner Stabfackel unter der Decke entlang bis zur hinteren Wand! Dort
verwandelte sich diese dünne Schnur in einen gewaltigen
Feuerball!
Bevor ich noch irgendetwas tun oder sagen konnte, explodierte die Luft
in dieser Kammer und schickte mich unter sengender Hitze in den Abgrund
der Bewusstlosigkeit!
Wehe, wehe! Als ich erwachte war mir klar, was diese reversierten
Glyphen bewirkten! Sie zogen irgendein natürlich vorkommendes,
farb- und geruchloses Gas in den Gang das einem das Atmen erschwerte
und sich zudem leicht entzündete! Eine raffinierte und
geradezu niederhöllische Falle! Und welchen unglaublichen
Effekt sie gehabt hatte! Einer von Torbens magischen
Feuerbällen hätte kaum mehr Schaden anrichten
können! Mich, der ich der Erste gewesen war, hatte es am
Schlimmsten getroffen! Kaum mehr als verschmorte Fetzen hatte ich an
meinem verbrannten Leib! Thallian der mir zunächst gestanden
hatte, hatte kaum weniger abbekommen. Am glimpflichsten war Leomar
davon gekommen da er das Ende unserer Gruppe bildete.
Sogleich machten Torben und ich uns daran uns gegenseitig und die
Kameraden mittel im Stab gespeicherter und schnell gesprochener BALSAM
– Cantii die schlimmsten Folgen zu beseitigen!
Unglaublich! Wie ein Adeptus der gerade von der Akademie abgegangen
war, war ich in diese primitive Falle getappt! Da war es mir auch kein
Trost, dass auch meine ach so erfahrenen Gefährten die Falle
nicht erkannt hatten!
Zum Glück schienen die Wachen draußen von dem ganzen
Spektakel nichts mitbekommen zu haben!
Ziemlich ernüchtert und deprimiert machten wir uns an die
Untersuchung dieser Sackgasse – nur um herauszufinden, dass
es hier nicht weiterging. Keine verborgene Tür, kein
Geheimgang – nichts!
Rasch machten wir uns auf den Rückweg. Das Verlassen der
Pyramide erwies sich auch nicht als weiter schwierig. PHExen schien uns
nach der eben erhaltenen Lehre doch wieder zu lächeln.
Einige hundert Schritt von der Pyramide entfernt beratschlagten wir.
Keiner von uns wollte dergleichen nochmals erleben! Es musste einen
schnelleren, einfacheren Weg geben die Eingänge zu erkunden!
Da kam mir eine Idee! Sowohl Torben als auch ich hatten auf unsere
Stäbe der Tradition folgend das Ritual der Schuppenhaut
gesprochen. Während ich einen Gecko bevorzugt hatte, war
Torben der Speikobra verhaftet geblieben. Wir berieten uns schnell.
Logischerweise würde Torben unter Ausnutzung des Rituals die
Eingänge erkunden.
Primus – Eine Speikobra fällt in der
wüstenhaften Steppe weniger auf als ein Gecko der sich bei
Nacht den Schädel an den Steinen einrennt.
Sekundus – Sollte es zu dem von allen Magiern bekannten und
gefürchteten Phänomen kommen das Torben in der
Gestalt der Kobra gefangen bliebe, so war ich durchaus in der Lage ihn
aus seiner misslichen Lage zu befreien – andersherum war dies
nicht gegeben!
Es war schon fast ein Vergnügen die teils
verblüfften, teils furchtsamen Gesichter meiner Kameraden zu
beobachten als Torben sich ausstreckte, die Augen schloss und sich sein
Stab in eine Schlange verwandelte!
Insbesondere Salix stolperte erbleichend einige Schritte
zurück als „Torben“ ihn kurz anzischelte!
Kurz und gut – nach nahezu 2 Stunden vorsichtigen Erkundens
kam Torben zurück – nahm wieder von seinem
paralysierten Körper Besitz und berichtete uns dass der
Ostzugang im Gegensatz zu den anderen aufsteige und nicht abfalle.
Schnell war der Beschluss gefasst es mit diesem zu versuchen.
Auch hier stellte uns das Eindringen und Vordringen vor keine Probleme.
Auch hier war der Boden von Myriaden verendeter Skorpionen bedeckt!
Am Ende des steil aufsteigenden Ganges sahen wir uns einem Torbogen
gegenüber der von 2 steinernen Wächtern flankiert
wurde.
Der erste Blick ließ mich schon an einem Erfolg zweifeln
– die ursprünglich sicherlich vorhandenen Augen aus
Edel- oder Halbedelstein der Wächter waren herausgebrochen
worden! Ebenso konnte man an verschiedenen Stellen ihrer
Körper Spuren der Gewalt erkennen.
Nichtsdestotrotz drangen wir mit aller Vorsicht in die Grabkammer ein!
Welch herbe Enttäuschung! Offensichtlich waren wir hier nicht
die Ersten!
Der Sarkophag in der Kammermitte war geöffnet, einige Truhen
und Vasen umgestoßen und verstreut worden!
Trotzdem untersuchten wir alles sorgfältigst – zumal
Torben und ich eindeutig die Namenskartusche Schemscherib’s
identifizieren konnten!
Im Sarkophag befand sich auch noch die Mumie des hier zur letzten Ruhe
gebetteten.
Thallian stand einige Zeit vor dem Sarkophag und wirkte beunruhigt und
geistesabwesend. Schließlich begann er den Grabsegen zu
intonieren – natürlich fiel Firunja sofort ein.
Jedoch schiene beide irgendwie unzufrieden und betreten als sie das
Gebet beendet hatten
Das brachte mich auf eine Idee. Ich nahm mein Amulett, das ich vom
Raben zu Punin erhalte hatte ab – und ließ die
Geisterwelt auf mich wirken!
Nichts! Absolut nichts! Kein Geist eines in seiner ewigen Ruhe
gestörten Moguls. Kein Geist eines hier umgekommenen
Grabräubers – nichts! Nur ein unbestimmtes leises
Murmeln – wie aus weiter Ferne drang an mein Ohr.
Nachdem ich das Amulett wieder angelegt hatte, besprachen wir uns.
Was sollten wir tun? Dies war unsere beste Chance gewesen! Nicht nur
auf einen Mondstein – sondern auch auf weitere Hinweise! Und
jetzt sollten wir hier scheitern nur weil uns offensichtlich einige
plumpe Grabräuber zuvor gekommen waren?
Plötzlich ging mir ein Licht auf – offensichtlich!
Natürlich!
Die anderen schienen ähnliche Gedankengänge gehabt zu
haben. Plötzlich sprudelten alle durcheinander! Nochmals
durchsuchten wir aufs Sorgfältigste die gesamte Grabkammer!
Nichts! Schon wieder absolut nichts!
Schließlich kam Leomar zu dem offensichtlichen Schluss
– wenn es hier einen geheimen Gang gab so war der Zugang IM
Sarkophag zu suchen. Ihn von der Stelle zu bewegen hatten wir schon
versucht.
Nach einigem Zögern entnahm Leomar vorsichtig die Mumie und
betete sie neben den von uns zur Seite gelegten Deckel.
Eine genaue Untersuchung des Inneren ergab, dass der Boden aus 2
ungleichen Teilen bestand. Wir versuchten alles – schieben,
drücken, links, rechts – selbst als Torben mittels
MOTORICUS versuchte einen Teil zu bewegen – nichts!
Thallian kam auf die Idee den Deckel aufzulegen. Das taten wir dann.
Gespannt lauschten wir – kein Geräusch aus dem
Sarkophag.
Es war wie verhext! Wir hatten alles probiert – und standen
wieder am Anfang!
Alles? Nicht ganz. Noch war keiner von uns IM Sarkophag gelegen.
Schließlich fasste ich mir ein Herz. Stumm den
großen Schweiger um Vergebung bittend, legte ich mich in
diese letzte Ruhestätte und tastete um mich. Nichts. Auch das
intensive Mustern der über mir sichtbaren Decke –
nichts.
Frustriert stieg ich wieder heraus. Besser gesagt – wollte
heraussteigen. In einem seltenen Anfall von Unbeherrschtheit stampfte
ich mit aller Kraft auf – und spürte eine leise,
ganz leise Bewegung!
Also doch! Hier war der Zugang!
Nochmals versuchten wir alles Erdenkliche – nichts!
Schlussendlich blieb nur noch eines – es musste sich jemand
in den Sarkophag legen. Sodann sollten die Anderen den Deckel auflegen.
Ich legte mich hinein. Der Deckel wurde aufgelegt.
Ein seltsames Gefühl! Hier zu liegen – im Sarkophag
eines mächtigen Magiermoguls aus uralter Zeit! Was mochte er
für Wünsche, Gedanken, Ideen gehabt haben, bevor er
erkennen musste dass auch er sich nicht der Hand des Großen
Gleichmachers entziehen konnte?
Doch nur einen Lidschlag lang hielten diese Gedanken an – da
verlor ich im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den
Füssen!
Der untere, kürzere Teil war nach unten weggeklappt!
Vollkommen Geräuschlos! Schnell tastete ich mit den
Füßen – tatsächlich –
schmale Stufen. Ich zog die Beine an und gab das verabredete
Klopfzeichen.
Nachdem ich von meiner Entdeckung berichtet hatte. Besprachen wir uns
kurz. Keiner außer Firunja wollte zurück bleiben.
Diese wurde schon beim Gedanken daran in diese enge Kammer gesperrt zu
werden leichenblass und bekam Schweißperlen auf die Stirn.
Ich hatte mich schon die ganze Zeit darüber gewundert wie
still und zurückhaltend sie seit Betreten der Zikkurat gewesen
war! Natürlich! Sie, die Ifirngeweihte und
Waldläuferin war es nicht gewohnt sich in engen
Räumen aufzuhalten! Für sie, die lichte
Wälder und weite Grassteppen gewohnt war, musste der Gedanke
in einem steinernen Sarkophag eingeschlossen zu sein
unerträglich erscheinen!
Schließlich stiegen wir fünf nacheinander durch den
Sarkophag die Wendeltreppe hinab und sammelten uns am
Fuß derselben. Vor uns erstreckte sich ein etwa 9 Schritt
langer Gang. Dieser war mit 3 x 1 Schritt großen
Steinplatten getäfelt. Dieselben Platten bildeten auch den
Boden. Diesen engen Gang konnten wir nur hintereinander betreten.
Am Ende des Ganges befand sich eine schmucklose Tür.
Ich ließ mich anseilen und wagte mich, jeden
Fußbreit vorsichtig abtastend und jederzeit auf eine Falle
gefasst, voran.
Am Ende der 2 Platte angekommen, mussten mir Torben und Leomar, die
mein Sicherungsseil hielten, folgen.
Als ich die Tür erreicht hatte, hatte sich immer noch nichts
ereignet. Meine 2 Sicherungsmänner standen am Ende der ersten
Platte. Das Seil war straff gespannt. Wenn bis hierher nichts geschehen
war – dann sicherlich sobald ich die Türklinke
bewegte.
Vorsichtig drückte ich mit dem von Borbarad erbeuteten Stab,
meinen hatte ich als Seil um die Hüfte gewickelt, die Klinke
herab. Tatsächlich! Hier tat sich was! Obwohl ich alles
genauestens abgesucht und nichts Verdächtiges entdeckt hatte,
rieselten plötzlich Tausende und Abertausende der bereits aus
den Gängen bekannten Skorpione aus verborgenen
Löchern auf mich herab! Ich erkannte sofort dass auch diese
bereits seit langer Zeit verstorben waren!
Sicher nun die letzte Falle vor dem Erreichen der echten Grabkammer
ausgelöst zu haben, folgten Leomar und Torben mir –
oder wollten mir folgen.
Kaum hatten beide die zweite Platte betreten, schnellte diese an meinem
Ende nach oben und wich ruckartig unter den Füßen
meiner Gefährten zurück. Leomar schnellte sich
geistesgegenwärtig mit einer geradezu akrobatisch anmutenden
Bewegung zurück in den sicheren Teil des Ganges! Mein armer
Torben jedoch fiel dieser ausgeklügelten und doch so einfachen
Falle zum Opfer! Primitiv – und doch höchst
wirkungsvoll! Die Platte befand sich auf einer Achse. Sobald am
„vorderen“ Ende ein bestimmtes Gewicht befand
schnellte sie nach unten. Ich mit meiner hageren Gestalt hatte diese
Falle nicht auslösen können. Der stämmige
Leomar, kombiniert mit dem Gewicht Torbens, war jedoch schwer genug
gewesen!
Schnell war ein Plan gefasst, wie wir Torben aus dieser Falle befreien
konnten. Während Thallian und Leomar die Platte
herunterdrückten klemmte ich Torbens Stab auf meiner Seite
unter das angehobene Ende.
In die Grube blickend sahen wir Torben – 4 Schritt tiefer,
durchbohrt von einem der unzähligen alten Speere die am Grund
der Grube eingegraben waren. Zum Glück standen sie relativ
weit auseinander, so das Torben nur einen dieser bronzenen Spitzen
abbekommen hatte. Ich fürchtete schon das Schlimmste! Da sah
ich wie sich der Brustkorb meines langjährigen Freundes leise
hob.
Geschickt kletterte Salix in die Grube – von Leomar und
Thallian gesichert. Mir schien es wie Ewigkeiten, doch nach einigen
Minuten hatten die beiden Torben herausgezogen und Salix erklomm
wiederum das Seil.
Nach eingehender Untersuchung stellte ich fest, dass der Speer nur
knapp Torbens Herz verfehlt hatte. Behutsam entfernte ich den Rest des
abgebrochenen Schaftes und heilte meinen Freund mit einem der von
Khadil Okharim erhaltenen Tränke. Es handelte sich
tatsächlich um die von uns bevorzugte Qualität, die
zwar alle Wunden heilt, jedoch nicht auf Tage hinaus die Wirkung
anderer Tränke unterbindet!
Als er wieder zu sich kam, konnte er sich an nichts erinnern ab dem
Augenblick, wo er Leomar auf die zweite Platte vorausging.
Nach einigen Minuten Pause entschlossen wir uns nun vorsichtig die
Tür zu öffnen. Diesmal geschah nichts. Vorsichtig
spähten wir in den dahinter liegenden Raum.
Quer zu uns verlief ein sicherlich zehn Schritt langer und sechs
Schritt tiefer Raum. In Nischen an den Längswänden
Standen übermannsgroße Steinstatuen. Reich
geschmückte Krieger mit Doppelkhunchomern in den
Händen.
In der Stirnwand rechts von uns befand sich in einem mit Glyphen und
arkanen Symbolen verzierten Bogen eine Türe.
Die rechte Stirnwand war scheinbar ohne jede Öffnung.
Am bemerkenswertesten erschien mir jedoch die Gestalt eines
menschlichen Kriegers. In der Mitte des Raumes auf einem Knie kauernd,
die Rechte um das Heft eines zweihändigen Säbels
gelegt, schien er in dieser Haltung versteinert.
Eine schnelle arkane Inspektion Torbens brachte das zu erwartende
Ergebnis – magisch! Sowohl die zehn Statuen, als auch
– und insbesondere – der in der Mitte kniende
Krieger.
Ohne lange zu zögern oder nachzudenken trat Thallian auf
diesen zu: „Ach was – wir müssen uns eh an
dem da vorbeikämpfen, bei RONdra!“
Dieser Narr! Eine genauere Analyse hätte uns Aufschluss
über eventuelle Schwachstellen geben können.
Vielleicht hätten wir sogar eine Möglichkeit gefunden
das ganze nun folgende Desaster zu vermeiden!
Warum tat dieser Narr so etwas? Das war doch wohl keinesfalls ein
rondragefälliger Gegner! Wollte er uns seinen Mut beweisen?
Oder seiner Göttin? Ob die auf blind vorstürmende
Narren steht? Vielleicht wollte ja auch nur sich selbst zeigen dass er
trotz seines Faux pás in der Echsenarena nicht feige war?
Wer weiß? Vielleicht sollte sich Firunja doch einmal
intensiver mit ihm unterhalten. Es könnte sonst geschehen dass
er uns eines Tages mit seinem blinden Drauflosstürmen alle in
tödliche Gefahr brachte!
Sei dem wie es sei – kaum hatte Thallian einen Fuß
in die Halle gesetzt erhob sich der bis dato ruhende Krieger in einer,
zwar relativ langsamen, doch fließenden Bewegung.
Blitzschnell trat Leomar mit erhobener Waffe an Thallian’s
Seite. Wie zur Herausforderung stieß dieser Wächter
mit rotglühenden Augen einen unheimlichen Schrei aus! Dieser
Schien jedoch weder auf Leomar noch auf Thallian schienen davon
beeindruckt – im Gegensatz zu Salix der deutlich
zurück zuckte.
Umso höher ist diesem anzurechnen dass er seinen Degen zog und
den beiden Kämpfern beisprang! Schnell war eines klar. Zwar
waren unsere Kämpfer die flinkeren und beweglicheren
– der Wächter schien jedoch die auf ihn
niederprasselnden Hiebe weder zu spüren, noch schien er
sonderlich Schaden zu nehmen!
Schnell kam Leomar auf die Idee dass sein Gegner die Treffer sozusagen
an die 10 Statuen „weiter“ gab! Natürliche
eine völlig absurde, unqualifizierte Idee. Torben hatte
keinerlei Verbindungen zwischen dem Wächter und seinen zehn
Statuen gesehen! Während Thallian weiter auf den
Wächter eindrosch, eilte Leomar zu einer der Statuen und warf
diese um! Entgegen meinen Erwartungen zerschellte diese
tatsächlich am Boden. Nun – sollte Leomar weiter
machen. Ich ging davon aus dass diese „Statuen“ zum
Einsatz kommen würden, sobald der Wächter besiegt war.
Schnell stellte Salix fest das er mit seinem Degen rein gar nichts
gegen den Steinernen ausrichten konnte – und wendete sich der
gleichen Beschäftigung wie Leomar zu.
Wild tobte es zwischen Thallian und diesem Wächter hin und
her. Entweder es handelte sich hier entweder um einen Untoten
– oder einen Steingolem!
Ich ließ mein Schutzfeld gegen Untote anspringen um hinter
Thallian zu treten um meine Theorien zu testen. Völlig
unerwartet wurde ich bereits an der Tür mit enormer Wucht
zurück geworfen!
Da schien es Torben nicht mehr zu halten. Erst sich selbst mit dem Stab
berührend sprang er in den Raum. Quasi im Vorbeigehen
berührte er Thallian mit seinem Stab – ah er hatte
wohl einen im Stab gespeicherten ARMATRUTZ an Thallian weitergegeben.
Während Salix und Leomar weiterhin eine Statue nach der
anderen stürzten, schlugen Thallian und Torben auf den
Wächter ein. Sofort war eines klar – obwohl Thallian
mit aller Macht auf diese Mumie – um eine solche handelte es
sich wohl, bei genauerem Betrachten – einschlug und nur
geringen Effekt erzielte waren Torbens mit arkaner Macht
erhöhter Kraft ausgeteilte Schläge um ein vielfaches
wirkungsvoller. Wo sein Stab auftraf flogen Splitter!
Mit seinem zweiten Hieb trennte er dem Wächter einen Arm ab!
Was diesen jedoch nicht weiter zu beeindrucken schien – er
kämpfte einfach das gewaltige Schwert einhändig
haltend weiter!
Plötzlich sprang Leomar auf seinem Weg zur nächsten
Statue dem Wächter in einen gewaltigen Rückschwinger
seines Schwertes! Erheblich verletzt wurde er an die Wand geworfen.
Inzwischen hatte sich der abgeschlagene Arm unbemerkt auf Salix zu
bewegt! Thallian’s Warnruf kam gerade rechtzeitig, dass der
sich vom Boden abstoßende Arm Salix’ Hals von vorne
umschließen statt von hinten. Mit schreckgeweitete
Augen stolperte Salix rückwärts. Gedankenschnell
stieß er seinen Dolch von unten gegen den Arm um ihn von sich
weg zu drücken.
In diesem Moment wurde der Wächter praktisch gleichzeitig von
einem gewaltigen zweihändigen Hieb Thallians und einem nicht
minder kräftigen Hieb Torbens getroffen! Dies schien den doch
zuviel zu sein. Mit erlöschenden Augen zerfiel die Mumie in
große Brocken!
Glück für Salix – denn auch der Arm fiel zu
Boden! Pech für Leomar! Den dies war ausgerechnet der
Augenblick den Leomar sich ausgesucht hatte, die letzte Statue
umzuwerfen! Natürlich kam es so wie ich es gedacht hatte! Das
Ende des Wächters war gleichzeitig das Aktivierungssignal
für die zehn Statuen! Mit erstaunlicher
Geschwindigkeit umschlangen die überlangen Arme der Statue
Leomar und begannen unbarmherzig zu drücken!
Doch Leomar erwies sich nicht als leichtes Opfer! Mit unglaublicher
Gewandtheit wand er sich aus diesem Todesgriff!
Schnell hatten wir auch diesen letzten Gegner niedergerungen!
Zwar war Leomar aus den falschen Gründen auf die Idee gekommen
– jedoch erwies es sich nun als Segen dass er und Salix die
meisten Statuen umgeworfen und zerstört hatten. Nicht
auszudenken, wenn wir gegen zehn dieser unheimlichen
Golemkämpfer hätten antreten müssen!
Während sich Torben die Symbole und Glyphen rund um das Tor
betrachtete, ging ich zum gefallenen Wächter um zu sehen was
da in seiner Leibesmitte so intensiv magisch geleuchtet hatte.