* Age of Music *
Im Raum angekommen wo ihr die nächsten Stunden dieses
Magokratische Magnum Opus zelebrieren werdet, beschleicht euch nun eine
Ernüchterung. Das ist es. Das ist der Moment, jetzt gilt es.
Alles oder nichts. Ein langer steiniger Weg aus Blut, Schweiss, Schmerz
und Anstrengung liegt vor Euch und euer Geschick, eure Zauberkraft und
eure Willenskraft wird darüber entscheiden ob diese
Anstrengungen der letzten Wochen, Monate, ja all das was euch seit
Jahren antreibt vergebens sein wird. Ob es euch gelingen wird, dieses,
eurer Vermächtnis, euer Werk vor SEINEM Zugriff zu
schützen.
Eure Collegae sind eurem Aufruf gefolgt und nun stehen sie mit euch in
diesem Raum, und obschon ihr wisst wie vielfach er abgesichert ist
gegen jede Form magischer und insbesondere dämonischer
Unterwanderung, beschleicht euch eine leise Unsicherheit.
Zweifel...
„Werden wir es schaffen?“
„Sind wir stark genug?“
„Reicht die versammelte Kraft aus?“
Und ganz langsam Torben hörst du wieder seine Stimme zwingt
dich mit rotem Blick die versammelten Helfer zu observieren?
„Können wir ihnen wirklich trauen?“
„Hat er sie nicht auch bereits gekauft?“
„Was ist mit dem da, warum blickt er so? VERRAT! ICH
SPÜRE VERRAT!“
*Blick zu DeLinth“
„Und er? Warum kann er so ruhig sein? Ist er es etwa? Ist er
noch er selbst?“
„Ist es nicht SEIN Plan? SEIN Wille das all das hier
geschieht?“
In diesem Moment mit diesen Personen hier zu stehen offenbart auch
einiges über ihren Charakter, man sieht ihrer Miene an, was
sie jetzt wohl denken mögen.
Vermögen sie auch sonst im Ränkespiel der
Gildenstreitereien ihre Motive bestmöglich zu verstecken, so
ist auch bei ihnen die Anspannung so groß, dass ihre Antlitze
wie Folianten scheinen, aufgeschlagen und bereit daraus abzulesen.
Da haben wir die alte Spekabiltiät Rashduls, euer Freund
Dschelef ibn Jassafer, noch mehr als die Last der Jahre drückt
ihn die Verantwortung, die Anforderung, ja einfach der Druck den diese
Handlungen mit sich bringen. Ob der alte Mann sich wieder als so
überraschend stark wie in jeder anderen der aussichtlosen
Situationen die er gemeistert hat erweisen wird? Seine Augen haben
immer noch jenen Glanz, mit ehrlicher Freude und noch
größerem Respekt, blickt er dich an Torben, bereit
dir als Bundführer seine Kraft in die Hände zu legen.
Da ist Prishya von Grangor, man kennt sie sonst nur als die
Oberlehrerin; was sich auch zeigt, denn als erstes schenkt sie Savertin
nur einen skeptischen Blick. Prishya die steif Vers um Vers aus alten
Folianten rezitiert und zur Strenge und Aufmerksamkeit gemahnt und mit
ihrer grauen Kälte jede Faszination für die Zauberei
zu erdrücken vermag, doch jetzt ist sie ... anders... Sie
lächelt, angespannt, aber es ist ein Lächeln und sie
zeigt diesen Drang zur Neugier, diese Vorfreude wie ein junger Adept
sie verspürt, wenige Augenschläge bevor er seinen
ersten eigenen Spruch sprechen wird. Ihr habt das Gefühl nicht
eine respektable Archonmaga, sondern eine sehr junge Adeptin vor euch
zu haben.
Ganz anders hingegen Robak von Punin, seine Pupillen huschen in seinen
Augen weit hin- und her. Schnell von links nach rechts, alles was im
Raum geschieht besonders die Handlungen seiner Collegae scheint nur am
Rande überhaupt zu ihm vorzudringen.
Und es ist zu erkennen, was er tut, er rechnet in seinem kleinen Kopf.
Ob der das Astrale Pensum, die Erfolgswahrscheinlichkeit oder letztlich
die Chance dies lebend zu überstehen kalkuliert, bleibt euch
Verborgen.
Aleya Ambareth nimmt die angesengte Hand und wischt sich eine
Strähne auf dem Gesicht, er wirkt fast teilnahmslos, als habe
er das bereits ungezählte Male getan und wer weiss ...
vielleicht ist es so.
Der einzige, dessen Miene weniger verrät ist
natürlich der alte Savertin, seine braune Haut legt sich in
wenigen Falten über seinen Körper und mit denen hat
er den Anschein auch dies vollkommen kontrollieren zu können.
Sicher der älteste im Raum aber neben den ergrauten
Spektabilitäten wirkt er erschreckend vital. War er das letzte
Mal nicht jünger? Wer weiss schon was er hinter seinen
undurchsichtigen kleinen Augen sich von diesem Vorgang verspricht.
Seine Mundwinkel heben sich nur zu einem kleinen Lächeln, aber
es scheint, dass er genießt hier beiwohnen zu können.
Gemeinsam nemmt ihr nun die Position ein, in der ihr die
nächsten Stunden verharren werdet.
Der junge Shafir tritt vor, sein Gesicht ist hochrot und man hat fast
das Gefühl dass er vor stolz platzt, als er vor seinen
Großvater tritt und diesem dessen eigenes
Kästchen mit dem Schmudolch öffnet und
hinhält.. Dschelef nimmt die Ritualwaffe entgegen tritt zum
Herzkristall, ein kurzer Stich in seinen Mittelfinger und ein Tropfen
tulamidsches Blut fällt auf den Herzkristall und für
einen Moment vermeint ihr bereits jetzt ein Wiederhall in den astralen
Sphären zu vernehmen.
Reihum wandert er jetzt und einer jeder von euch, gibt einen Tropfen
und jedes mal wird der Raum für einen Augenschlag in ein
anderes Licht gehüllt.
Nach Ende der Besiegelung ist es an der Zeit, den Bund zu formen.
Alle treten heran, halten sich an den Händen und blicken zu
dir, Torben, den Bund zu führen.
?Unitatio zaubern lassen
?Torben soll Ritualvorbereitung rezitieren.
Einmal schließt ihr alle gemeinsam die Augen und es beginnt:
In zischeln und schnalzen taucht Torben den Raum in ein Konzert
echsicher Zungen, den jeder Klang scheint vom Herzkristall aufgenommen
und vielfach verstärkt in den Raum geworfen zu werden.
Ambarehts Augen glühen gespannt auf, Robak runzelt die Stirn
als er spürt wie das erste Quantum seiner Kraft zu
fließen beginnt.
Savertin verdreht die Augen über Torbens Rssah.
• Jetzt „Death is the
Road to awe
Die Augen geschlossen seht ihr es doch trotzdem vor euch, ein rotes
Leuchten, um euch herum, die Potestas Astraliae eurer Collegae und in
der Mitte ein ganz zartes Glimmen mit echten Augen könnte man
es gar nicht erkennen in Mitten des Herzsteines.
Darum ein Gewirr aus Linien, ungeordnet und chaotisch, kein Muster ist
zu erkennen, es durchzieht den Raum und viele ziehen von hier auch nach
Draussen, dort wo an 13 Punkten etwas ist, ein Anker den es in diesem
unbändigen Ozean der Kraft zu erreichen gilt.
Eure Kräfte fließen , ihr spürt wie sie
sich langsam bahnen.
Ein Hochgefühl als die ersten zarten Fäden aus eurem
Körper heraus den mittleren Punkt, das Glimmen im Herzstein
erreichen, wie das Erreichen eines Berggipfels, und ihr blickt hoch und
habt das Gefühl einen 1000tausendmal höheren Gipfel
vor euch stehen zu sehen, den ihr besteigen müsst um es zu
vollbringen.
Jetzt habt ihr den ersten Schritt gemacht, die Kraft zirkuliert
zwischen euch und dem Herzstein, das kleine Saatkorn beginnt zu Keimen
aus dem die große Eiche eurer Matrix werden soll.
Auch das Werk der Druiden seht und spürt ihr.
Die Stelen beginnen sich zu aktivieren.
Etwas dass geradezu ein astrales Leuchtfeuer darstellet, entbrennt
13fach um euch herum und ihr müsst jetzt die Nadelspitze eurer
Linien dorthin führen.
Langsam formt ihr die Matrizen, hindurch durch das
unübersehbare Gewirr aus Nodices dass Sumus Leib
umhüllt und ein unschöner Widerstand der jedes Mal
euren Geist erschüttert stellt sich euch entgegen.
Die Magie hier in Tobrien hat, trotz all eurer Bemühungen,
eine andere Farbe, Geschmack, ja sie ist anders als eure und ihr
müsst euch mit eurem Geist gegen diesen Gigantischen
Widerstand stemmen.